Kurse

Nach deiner Anmeldung schicken wir dir einen Rückmeldebogen zu, auf dem du dich für einen Kurs eintragen kannst. Hier kannst du dich schonmal über die geplanten Inhalte der einzelnen Kurse informieren:

Kurs 1: Italien im 17. Jahrhundert – Monteverdi und die Folgen

Siegeszug der Instrumentalmusik in Italien ab 1610

Mit der Erfindung der Oper geht es in Italien auch mit der Entwicklung der Instrumentalmusik richtig los. Die Palette reicht von einfachen und affektgeladen Stücken bis hin zu hoch virtuosen, wunderbaren Werken, die Muster und Vorbild für die Musik in ganz Europa wurden.

Es gibt (fast) alles: spannende, klanglich wunderbare Sonaten und Canzonen für eine, zwei, drei, vier oder sogar sechs Geigen oder Zinken, gemischte zwei- bis achtstimmige Besetzungen mit Blockflöte, Geige, Bratsche, Posaune, Viola da Gamba, Dulcian, Cello, Gesang und auch mehrchörige Werke – das alles natürlich mit Basso Continuo (Cembalo, Orgel, Laute).

Häufig steht bei den Canzonen „per sonare & cantare“, also zum Singen und zum Spielen, auch wenn es gar keinen Text gibt. Das Singen galt dabei immer als Vorbild für alle Instrumentalisten. Aber es gibt natürlich auch eine unendliche Anzahl von Ausgaben mit textierter Musik. Von Solo-Musik für eine Stimme bis zur prachtvollen mehrchöriger Musik, rein vokal oder mit zusätzlichen Instrumenten, im weltlichen und geistlichen Bereich.

In diesen Klang und die spezielle Sprache der Musik Italiens im 17. Jahrhundert wollen wir eintauchen, Musik von Cima, Castello, Gabrieli, Monteverdi, Fontana, Cazzati, Uccellini usw. erleben und das nach Möglichkeit auf historischen Instrumenten.

Stimmung: 440 Hz; Dozenten: Andreas KlingelAndreas Neuhaus

Kurs 2: Hochbarockes Italien: Vivaldi & Co

Solo-Konzerte, Sinfonien, Trio-Sonaten und vieles mehr

Es hat sich viel getan im 17. Jahrhundert in Italien, das „Concerto grosso“ war plötzlich da und viele andere Formen der Instrumentalmusik haben sich manifestiert. Von der kleinen Besetzung für die stille Kammer (z.B. die Triosonate) bis hin zum großen Ensemble, vom Barocklied über gemischte Ensembles bis zur großen Oper oder zum Oratorium. Für’s reine Vergnügen, für die Unterhaltung, für die Kirchenmusik und für’s Konzert.

Für alle gibt es etwas: Streicher, Bläser (die Oboen sind auf dem Vormarsch!), Sänger, Tastenspieler und Lautenisten.

Stimmung: 440 Hz; Dozent(en): steht noch nicht fest

Kurs 3: Begleiten an Cembalo und Orgel für Klavierschüler

Herzlich willkommen für Klavierspieler und andere harmonische Abenteurer

Festival.ReTour 201420140621_372Musiker, die vor dreihundert Jahren Stücke für mehrere Instrumente komponiert haben, schrieben in ihre Besetzungsangaben nicht oft Worte wie „Klavier“, „Cembalo“ oder „Orgel“. Stattdessen lesen wir umso öfter Vokabeln wie „Basso Continuo“ oder „Generalbass“.

Damit meinten sie zweierlei: Erstens alle Instrumente, die gleichzeitig mehrere Töne klingen lassen können (am besten geht das mit Tasteninstrumenten), und zweitens sprechen sie damit alle Spieler an, die – wie gute Pop- oder Jazzmusiker noch heute – in der Lage sind, über einer Melodie im Bass freie Oberstimmen nach Akkordsymbolen zu improvisieren.

Festival.ReTour 201420140621_311Die Instrumente haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch Euch, die Spieler und die Neugierigen (die vielleicht erst nur mal zuhören wollen).

Und wenn das mit der Improvisation vor dem Kurs noch nicht so ganz klappt: Macht nichts! Um Euch das beizubringen haben wir meherere Lehrer. Und die freuen sich schon jetzt auf Euch und Eure Ideen, – ganz im Sinne Johann Sebastian Bachs, der seine Schüler vor dreihundert Jahren aus einem Buch unterrichtet hat, in dessen Vorwort zu lesen war:

„Der Generalbass ist eine wohlklingende Harmonie […] zur Ehre Gottes und zulässiger Ergötzung des Gemüths.“

Dozenten: Wolfgang Kostujak, Ada Tanir

Kurs 4: Intensiv-Einsteigerkurs Historische Instrumente

Dieses Angebot ist für Jugendliche gedacht, die bereits ein „modernes“ Instrument spielen und die die Woche nutzen möchten, sich einmal ganz intensiv mit dem Erlernen eines für sie ganz neuen historischen Instrumentes wie z.B. Laute, Viola da Gamba oder Barockfagott zu beschäftigen.

Das Tagesprogramm wird für diese Teilnehmer individuell strukturiert, entsprechend Alter, Voraussetzungen und Instrumentenwahl.

Auf jeden Fall ist ein instrumentenspezifischer Unterricht in kleinen Übungseinheiten mit eingeplanten Zeiten zum eigenständigen Üben vorgesehen. Darüber hinaus wird es aber auch für Anfänger die Möglichkeit geben, bei einigen kammermusikalischen Angeboten mitzuspielen.

Falls du dich für dieses Kursangebot interessierst, so solltest du frühzeitig per Mail mit uns Kontakt aufnehmen, damit wir mit dir besprechen können, ob wir eine Teilnahme entsprechend deiner Wünsche ermöglichen können.