Workshop 3c: Stimmung! – Reiner ist meist besser

Hören lernen durch Cembalostimmung

Es mag ja irgendwie wahr sein: In der Musikgeschichte ist das Cembalo der Vorläufer des

modernen Flügels, aber im Frühbarock erinnert sein Äußeres – nach Gewicht und Material – noch sehr an die Lauten- oder Streichinstrumente. Viele Cembali wurden von Probenort zu Probenort getragen, dort auf einem provisorischen Fußgestell platziert, gespielt und nach dem Gebrauch wieder in einem Koffer verstaut und nach Hause zurück getragen. Klar, dass die Spieler ihre Cembali zwischendurch immer wieder neu stimmen mussten. Festival.ReTour 201420140621_311Das gehörte ganz selbstverständlich zum Job – wie bei Geigern, Cellisten oder Gitarrenspielern heute noch. Inzwischen starten Cembalisten ihre Karriere aber am meist Klavier. Hier sorgt ein Stimmer für den guten Ton, und Ihr wisst dann oft überhaupt nicht mehr wie das geht, ein Instrument zu stimmen – oder woran man genau merkt, ob es gut oder schlecht gestimmt ist.

Macht Euch jetzt keine falschen Hoffnungen: An einem Nachmittag können wir Euch das auch nicht komplett beibringen. Aber wir lassen Euch einmal in die Wunderwelt der Stimmungen reinschnuppern. Ihr könnt zuhören, zuschauen, Fragen stellen … Und (wenn Ihr nett nachfragt und vorsichtig seid) vielleicht auch mal Hand an einen Stimmwirbel anlegen und hören, was passiert.

Dozent: Wolfgang Kostujak